• 15-MAR-2018

  • Zürich-Flughafen

SWISS steigert das operative Ergebnis auf CHF 561 Mio.

Im Geschäftsjahr 2017 ist es Swiss International Air Lines (SWISS) gelungen, mit grösseren Flugzeugen und einer höheren Auslastung im Passagier- und Frachtgeschäft den Umsatz um 3.2 Prozent auf CHF 4.95 Mrd. (2016: CHF 4.80 Mrd.) zu steigern. Der operative Gewinn (EBIT) konnte um 31 Prozent von CHF 429 Mio. auf CHF 561 Mio. gesteigert werden. Die signifikante Ergebnisverbesserung ist neben dem Umsatzplus vor allem der effizienteren Flotte und einem konsequenten Kostenmanagement zuzuschreiben. SWISS wird weiter in ihr Premium-Angebot investieren und den Kunden vermehrt die Möglichkeit bieten, ihr Reiseerlebnis zu individualisieren. Für 2018 erwartet SWISS aufgrund eines anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks und des wieder deutlich gestiegenen Ölpreises ein Ergebnis leicht unter Vorjahr. Für die kommenden Jahre ist es von zentraler Bedeutung, bereits heute Perspektiven für ein nachfragegerechtes Wachstum am Flughafen Zürich zu schaffen, damit SWISS und der Schweizer Luftverkehr im globalen Wettbewerb bestehen können bzw. die Schweiz ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten kann.
 
Im Geschäftsjahr 2017 konnte SWISS den Umsatz um 3.2 Prozent von CHF 4.80 Mrd. auf CHF 4.95 Mrd. steigern. Dies ist in erster Linie dem Einsatz von grösseren Flugzeugen zu verdanken. Erfreulicherweise konnten die zusätzlichen Kapazitäten sowohl im Passagier- als auch im Frachtgeschäft verkauft werden. Rückenwind verschaffte auch die gute Konjunkturlage und der schwächere Schweizer Franken. Die nicht nur grösseren, sondern auch effizienteren Flugzeuge, das konsequente Kostenmanagement sowie der niedrige Kerosinpreis wirkten sich positiv auf den operativen Gewinn (EBIT) aus. Mit CHF 561 Mio. wurde der Vorjahreswert von CHF 429 Mio. um 31 Prozent übertroffen. Das um Sondereffekte wie Gewinne aus Anlagevermögen bereinigte Adjusted EBIT, betrug CHF 553 Mio. (2016: CHF 429 Mio.). SWISS erzielte damit eines der besten Ergebnisse ihrer Firmengeschichte.
 
Flottenerneuerung zeigt Wirkung
Die 2016 eingeleitete Flottenerneuerung wurde im vergangenen Jahr fortgesetzt: Auf der Langstrecke wurden zwei weitere Flugzeuge des Typs Boeing 777-300ER als Ersatz für den Airbus A340-300 eingeflottet. Des Weiteren wurden auf der Kurz- und Mittelstrecke drei Flugzeuge vom Typ Bombardier CS100 und sieben Bombardier CS300 eingeflottet. Sie ersetzten die restlichen Flugzeuge vom Typ Avro RJ100. «Die Investitionen in unser Premium-Produkt zahlen sich aus», konstatiert Thomas Klühr, CEO von SWISS. «Ich bin sehr erfreut, dass wir zum dritten Mal in Folge unser EBIT-Margenziel von 8 Prozent übertroffen haben. Dies ermöglicht es uns, nachhaltig investitionsfähig zu bleiben und nachfragegerecht zu wachsen».
 
Im vierten Quartal 2017 nahm der Umsatz um 1 Prozent zu und erreichte CHF 1.24 Mrd. (2016: CHF 1.23 Mrd.). Den operativen Gewinn im 4. Quartal konnte SWISS um 24 Prozent von CHF 82 Mio. auf CHF 101 Mio. steigern.
 
Kontinuierliche Investitionen ins Premium-Angebot
2018 investiert SWISS weiter in ihr Premium-Angebot. Im März wurde die neue First Class Lounge im Terminal A mit eigener Sicherheitskontrolle am Flughafen Zürich eröffnet. Im Sommer werden auch die modernisierten Business- und Senatoren-Lounges ihre Türen öffnen. Des Weiteren wird im Sommer mit dem Umbau des Kabinenprodukts in allen Klassen der fünf Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A340-300 begonnen. Nach dem Umbau werden alle Langstreckenflugzeuge von SWISS Internet an Bord haben. Die Flugzeuge auf der Kurz- und Mittelstrecke werden ab 2019 ebenfalls damit ausgerüstet. Damit verfügt SWISS über eine der modernsten Flotten in Europa und über ein konsistentes Produkt sowohl am Boden als auch in der Luft.
 
Neues Verpflegungskonzept in Genf – «SWISS Saveurs»
Um den veränderten Bedürfnissen der Kunden Rechnung zu tragen, bietet SWISS künftig dem Gast noch mehr Möglichkeiten an, sein individuelles Reiseerlebnis zu gestalten. So wird SWISS zum Beispiel ab Ende Mai auf ihren Kurz- und Mittelstreckenflügen von und nach Genf (ohne New York und Zürich) ein erweitertes, kulinarisches Konzept unter der Bezeichnung «SWISS Saveurs» einführen. Im Rahmen dessen haben alle SWISS Gäste künftig die Möglichkeit, ihr kulinarisches Erlebnis an Bord – über das inbegriffene Basisprodukt gemäss ihrer Tarif-Kategorie hinaus – nach ihrem Wunsch zu gestalten. Gästen der Business Class steht das Angebot «SWISS Saveurs» frei zur Verfügung. Gäste mit Economy Classic und Economy Flex Tarifen erhalten wie bisher einen Snack und ein Getränk als freies Basisangebot. Gäste mit Economy Light Tarifen erhalten Mineralwasser als freies Basisangebot. Alle Gäste der Economy haben somit neu die Möglichkeit, gegen Aufpreis aus dem hochwertigen und mit traditionellen Schweizer Marken erweiterten Essens- und Getränkeangebot «SWISS Saveurs» auszuwählen und ihr Basisangebot individuell zu erweitern. Die Frische-Produkte von «SWISS Saveurs» werden in Zusammenarbeit mit der Genfer Niederlassung des Schweizer Detailhandelsunternehmens Globus konzipiert und hergestellt.
 
Ausblick
Für 2018 erwartet SWISS ein Adjusted EBIT leicht unter Vorjahr. Effizienzgewinne aus der Flottenerneuerung werden sich zwar günstig auf das Geschäftsergebnis auswirken, allerdings wird ein Überwiegen der Gegenläufer erwartet – neben Kostenbelastungen durch einen höheren Ölpreis insbesondere ein sich verschärfender Wettbewerb.
 
Perspektiven für nachfragegerechtes Wachstum schaffen
Für die kommenden Jahre ist es von zentraler Bedeutung, Perspektiven für ein nachfragegerechtes Wachstum am Flughafen Zürich zu schaffen. Der Hub Zürich operiert in den Spitzenzeiten schon heute an der absoluten Kapazitätsgrenze. Bestrebungen, dem Flughafen Zürich weitere Restriktionen – wie beispielsweise eine weitere Einschränkung der Betriebszeiten – aufzuerlegen, wären deshalb besonders einschneidend und gefährden das Hub-Geschäftsmodell von SWISS in Zürich. Denn die zum Verspätungsabbau gewährten Abflüge nach 23 Uhr ermöglichen es SWISS, bei über den Tag akkumulierten Verspätungen der Zubringerflüge, den Anschluss an die spätabendlichen Langstreckenverbindungen nach Asien, Afrika und Südamerika sicherzustellen. Massnahmen, die den Verspätungsabbau nach 23 Uhr zur Disposition stellen, hätten zur Folge, dass einzelne attraktive Langstreckenverbindungen aufgrund mangelhafter Profitabilität gestrichen werden müssten. Und das wiederum hätte weitreichende Auswirkungen auf andere Flüge im SWISS-Netzwerk. Klühr: «Der Flughafen Zürich ist der eingeschränkteste Flughafen seiner Kategorie in Europa. Aufgrund der vielen Restriktionen am Hub Zürich kann ein nachfragegerechtes Wachstum mittel- bis langfristig nicht abgebildet werden. Es gilt deshalb, gemeinsam mit den Systempartnern und relevanten Stakeholdern, schon heute den Hub der Zukunft zu gestalten und die Voraussetzungen zu schaffen, damit SWISS und der Schweizer Luftverkehr im globalen Wettbewerb bestehen können bzw. die Schweiz ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten kann».

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